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Kilometerstrampeln und Prignitz-Pfennig – Tourismus-Initiativen nach dem Hochwasser

Vielerorts in Brandenburg sind die Aufräumarbeiten fast abgeschlossen, das Hochwasser ist zurückgegangen  - doch die Touristen bleiben aus. Die Tourismusanbieter der Hochwasserregionen suchen verzweifelt nach Lösungen. Sie haben die Flut überstanden und nun droht ihnen gleichwohl die Pleite.

Hochwasserschäden verzeichnete Brandenburg kaum – doch jetzt fehlen die Gäste. Die Prignitzer Hoteliers, Ferienwohnungsanbieter und Gastronomen verzeichnen nach der Flut eine Stornowelle – und die ist existenzgefährdend. Deshalb gehen Hotelchefs und Restaurantbesitzer jetzt in die Offensive. Gemeinsam mit dem regionalen Tourismusverband haben sie die Initiative „Radeln für Sachsen-Anhalt“ gestartet, zum anderen schicken sie den „Prignitzpfennig“ ins Rennen. Die Radelinitiative verbindet sportliches Vergnügen mit Hilfsbereitschaft. Auf den 90 Kilometern des Elbradweges, der durch die Prignitz führt, sowie auf allen ausgewiesenen Radwegen der Region können Fahrradfahrer radelnd Geld für Hochwasseropfer in Sachsen-Anhalt sammeln. Die dafür benötigte „Radeln für Sachsen-Anhalt“-Karte kann auf www.dieprignitz.de heruntergeladen werden. Alle teilnehmenden Partner der Region stempeln diese ab. Für jeden gefahrenen Kilometer spenden zum einen die Gastronomen, Prignitzer Hoteliers und Ferienwohnungsanbieter und zum anderen der Tourismusverband Prignitz jeweils einen Cent. „Jeder gefahrene Kilometer zählt also doppelt! Mit dem erstrampelten Geld greifen wir unseren Nachbarn beim Wiederaufbau unter die Arme“, so Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V.
Gleichzeitig können Touristen mit dem „Prignitzpfennig“ noch Geld sparen. Viele Pensionen und Hotels bieten bis zu 20 Prozent Rabatt auf verschieden Angebote ihrer Häuser, wie die „Ayurveda Relaxtage“, den „Storchenfeierabend“ oder den „Elbe-Kurzurlaub“ an. Mit beiden Aktionen hoffen die Beteiligten den Abwärtstrend der Touristenzahlen aufzuhalten.

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